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wohnen – einrichten – wohnen – einrichten

Wohnen? Einrichten? Ja richtig, heute geht es mal nicht ums Nähen; denn Andrea und ich haben ja auch noch diese andere Leidenschaft, diese Sache mit den Wohnaccessoires, die wir selbst designen und produzieren lassen. Deshalb beschäftigen Andrea und ich uns schon viel mit dem Thema. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir lieber auf hochwertige europäische Produkte setzen als auf billige Ware aus China. Das Design liegt ja hauptsächlich in Andreas Hand. Wir sammeln Ideen, sprechen mit den Produzenten ab, was machbar ist. Dann legt Andrea los. Meistens haben wir dann viel mehr Designs als wir eigentlich brauchen. Dann geht das Diskutieren los. Ich merke in den Phasen immer, wie offen ich für die ganz unterschiedlichen Styles bin, die Andrea anbietet. Allerdings kommt der #Mustermonk in mir auch mit bestimmten Dingen gar nicht klar. Ich glaube, das treibt Andrea hin und wieder in den Wahnsinn :-). Ein Muster kann noch so schön sein, aber wenn es für mich falsch über ein Produkt läuft, werde ich nervös :-). Aber grundsätzlich mag ich auch den Mix ganz unterschiedlicher Themen. Schaut Euch beispielsweise unsere Tabletts an: Ornamente, Blumen, geometrisches Ikat und folkoristisches Suzani. Für mich ist am Ende immer wichtig, dass man die Produkte untereinander kombinieren kann, egal wie unterschiedlich sie auf den ersten Blick auch scheinen.

Ich glaube deshalb hat mich auch eine Aussage einer Freundin lange grübeln lassen. sie sagt von sich, dass sie null kreativ ist, einrichten gehört deshalb nicht zu ihren lieblingsdingen und es fasziniert sie deshalb um so mehr, wie ich damit umgehe. Sie mag unsere Wohnung in Hannover genauso wie unser Haus in Brabant. Wir auch, aber nichts ist für die Ewigkeit. Ich hänge nur an ganz wenigen Dingen. Deshalb konnte ich mit ihrer Aussage: “Bei Dir ist alles so schön. Ein neuer Partner wird es deshalb echt schwer haben; denn der hat ja seine eigenen Sachen. Aber die brauchst Du ja nicht. Wohnung und Haus sind ja schon perfekt.” Ich war ganz platt. Ich antwortete: “Ja, aber das sind doch nur Sachen.” Egal, was sie sagte, immer wieder war das meine Antwort. Auch wenn es jetzt schön ist und ich auch viele hochwertige Möbel gekauft habe, kam mir noch nie der Gedanke, dass das für die Ewigkeit ist. Neuer Partner hin oder her :-).

Schaut Euch unseren Essplatz in Hannover an. Es hat am Ende ein Jahr gedauert, bis er so war, wie er jetzt ist und uns gut gefällt. Aber das stört mich nicht. Ich habe es nicht eilig beim Einrichten und bin mir immer sicher, dass sich am Ende alles irgendwie fügen wird. Ich bin nach der Trennung fast ohne Möbel ausgezogen, weil es sich richtig anfühlte. Aber nicht richtig fühlte sich an, einfach in ein Möbelhaus zu gehen und einmal alles neu zu kaufen. Also schlief ich erst mal auf einer Matraze am Boden. Im Esszimmer stand ein Tisch, den eine Freundin für eine Filmproduktion besorgt hat und den es nach dem Dreh günstig gab. Aber er paßte nicht zu den Proportionen des Raumes. Irgendwann war der Tisch gefunden. Die Lieferung zog sich endlos. Dann kam er mit den falschen Beinen. Um den Tisch herum stand ein Sammelsurium von Stühlen. Das war mir too much vor der Bilderwand … Aber langsam fügte sich alles und auch jetzt sind wir noch ganz glücklich damit … obwohl ich auch schon überlege, dass sich die weißen Outdoor-Stühle ganz gut im niederländischen Garten machen würden :-).

Schaut Euch dazu Andreas farbenfrohen Essecke an, ist ganz anders als bei uns. Dennoch mag ich ihn sehr. Essplätze in der Küche sind eh mega. Schade dass bei uns nur ein kleiner Tisch reinpaßt. Es sieht alles so gemütlich und einladend aus. Die Kissen sind natürlich aus jolijou-Stoffen <3. mees&mees Produkte sind auch zu finden. Ja, wir benutzen die Dinge, die wir machen auch selbst :-).

Und dann gibt es da noch unser Ferienhaus im Süden der Niederlande. Da gilt beim Einrichten die Devise “use what you have”, Die Regale waren mal Ausstellungsstücke im Laden. Ich habe sie neu kombiniert. Einen Stuhl hatte ich mal zum Probesitzen bestellt und nicht wieder zurück geschickt :-). In Hannover paßte dann aber weiß besser als türkis. Die Hocker sind aus dem Laden und dienten hauptsächlich zum Fotos machen. Das ist heute nicht anders :-). Die Bank mag ich total gerne am Arbeitsplatz, ein Stuhl ist aus dem Vintageladen und tatsächlich hat sich still und heimlich ein Teil vom schwedischen Möbelhaus eingeschlichen, weil der Designer Piet Hein Eek auch aus Nord-Brabant kommt. Das fand ich lustig und den Stuhl sehr stylisch. Der Tisch ist da zufällig dazu gekommen. Der stand im Baumarkt plötzlich vor mir. Eigentlich hatte ich einen Holztisch im Landhausstil vor Augen mit so schnörkeligen Beinen … naja, fast so :-). Unser Geschirr ist auch ein großer Mix in blau-weiß: alt und neu, aus dem Asiashop oder dem Kringloop, mordern oder traditioneller Holland-Charme. Aber am Ende paßt auch das durch die gleiche Farbe wieder zusammen. Alles in allem fand ich es total spannend, diese unterschiedlichen Dinge zu kombinieren und zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Ihr seht, man kann ganz unterschiedlich wohnen und es sich  schön machen. Also Angst vor dem Mobiliar eines neuen Partners habe ich nicht, im Gegenteil … das halte ich für das Einfachste an der Sache :-). Wie siehst Du das?

XO Bianca

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